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Erdregister Wärme Nutzung Beispiele Rechtlich Diplom Arbeit Lnks

Guten Abend, Link Fundus zu Ihrem Thema Erdregister, viel Erfolg! Gruss Klar

O.Ö. Energiesparverband > Tipps & Service > Förderungen > Energie-Technologie-Programm Beispiele: Junge-Energie-ForscherInnen


Diplomarbeit Dipl.-Ing. Martin Aichholzer, 3335 Weyer TU Wien, Institut für Tragwerkslehre und Ingenieurholzbau

In Rahmen dieser Diplomarbeit wurde in Zusammenarbeit mit zwei oberösterreichischen Firmen ein neues System für die Überdachung von Industriehallen in Holzbauweise entwickelt und für ein Objekt projektiert. Die Beheizung der Halle erfolgt mittels einer Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung, die mit den Produktionsabfällen betrieben wird. Die elektrische Energie wird großteils im Werk selbst verwendet. Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Zuluft über Erdregister ergänzt das Niedertemperatur-Heizsystem. Das Projekt ist ein Prototyp für ein zugbeanspruchtes Dachsystem in Holzbauweise. Zur Anwendung kommen neue Verfahren der Hochfrequenzverleimung, neue optoelektrische Verfahren zur Selektion der Holzgüte und ein Verfahren zum Mitleimen von Spezialfolien für statische und bauphysikalische Effekte. Das Hängedach besteht aus vorgefertigten Elementen mit einer Breite von 3 m und einer Länge von 25 m. Es wird die Verwendung von Holz als Baustoff im Industriebau untersucht und damit auch in diesem Bereich, unter Berücksichtigung der "grauen Energie", ein Weg zum Niederenergiestandard aufgezeigt.



Die Erde – ein heisser Ball Geothermie – wie man Wärme aus der Tiefe holen «Geothermische Energie» – auch als Erdwärme bezeichnet – ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Erdoberfläche. Im Erdinnern sind immense Wärmemengen gespeichert, deren Ursprung grösstenteils in der Zerfallsenergie natürlich radioaktiver Isotope liegt. So sind nach heutigen Kenntnissen im Erdkern Temperaturen von über 6000 °C, im oberen Erdmantel noch ca. 1300 °C anzunehmen. Der geothermische Wärmefluss durch die Erdoberfläche beträgt über 40 Milliarden kW. 99 % des Erdballs sind heisser als 1000 °C und nur 0,1 % sind kühler als 100 °C (Quelle: Häring GeoProject, Steinmaur)


Im Schnitt nimmt die Temperatur ab Erdoberfläche pro 100 m Tiefe um etwa 3 °C zu, was einem normalen geothermischen Tiefengradient entspricht. Vielerorts auf der Welt jedoch finden sich sogenannte Wärmeanomalien, das heisst Gebiete mit wesentlich höheren Temperaturgradienten, beispielsweise in Island, Italien, Indonesien oder Neuseeland. Hauptanliegen der geothermischen Energienutzung ist es, die Wärme mit Hilfe von geeigneten Technologien aus der Tiefe an die Erdoberfläche zu befördern. An einigen Stellen liefert die Natur selbst das notwendige Zirkulationssystem (z.B. Thermalquellen). Anderswo müssen Erschliessungsbohrungen mit Förderpumpe beziehungsweise Erdwärmesonden mit Zirkulationspumpe eingesetzt werden.

Bei der Verwendung von geothermischen Ressourcen erfolgt eine integrale Wärmeenergienutzung aus dem Untergrund – praktisch ab der Erdoberfläche bis zu technisch-ökonomisch erreichbaren Tiefen von maximal 5000 m. Letzteres ist von besonderem Interesse, da Wärme aus diesen Tiefenbereichen auch zur Produktion von Elektrizität verwendet werden kann (Deep Heat Mining oder Hot-Dry-Rock-Technologie).

In der Schweiz beschränkt sich der Grossteil der heute üblichen geothermischen Nutzungen auf die obersten 500 m ab Erdoberfläche.



Geothermie in der Schweiz

In der Geothermienutzung für Heizzwecke hat die Schweiz schon etliche Erfolge zu verzeichnen. So steht sie im weltweiten Vergleich hinsichtlich der Flächendichte von Erdwärmesonden – mit einer Anlage pro 2 km2 – an erster Stelle. Bei der geothermischen Leistung pro Kopf der Bevölkerung liegt die Schweiz mit rund 44 W nach Island, Neuseeland und Ungarn auf Rang 4.

Bei der Nutzung einheimischer geothermischer Ressourcen wird häufig eine Unterscheidung zwischen «untiefer» (z.B. konventionelle Erdwärmesonden und Energiepfähle) und «tiefer» Geothermie (z.B. hydrothermale Tiefbohrungen und Deep Heat Mining) gemacht. Dabei ist die Tiefe von 400 m als willkürliche Grenze gewählt worden. Um höhere Temperaturbereiche zu nutzen, stossen Erdwärmesonden mit zunehmender Tendenz in Tiefenbereiche vor, die als Übergangszone zwischen «untief» und «tief» zu bezeichnen sind.



Geothermische Nutzungsmethoden

Vertikale Erdwärmesonden verschiedenster Bauart Flächig verlegte Erdregister (heute nur noch selten eingesetzt) Wärmenutzung von Grundwasser (Beispiel: allein im Kanton Bern 870 Anlagen in Betrieb, Stand 1997) «Tiefe» Erdwärmesonden (Nachnutzung von Altbohrungen) Energiepfähle und Schlitzwände zur Wärme- und Kälteproduktion (Klimatisierung) Hydrothermale Nutzung von warmen Quellaufstössen oder mittels Singletten- und Doublettenanlagen (z.B. geothermische Heizanlage in Riehen) Nutzung von warmen Tunnelwässern für Heizzwecke (z.B. aus dem Furka-, Ricken- und Mappo-Morettina-Tunnel) Deep Heat Mining zur Strom- und Wärmegewinnung (z.B. die Pilotanlage in Soultz-sous-Forêts im Elsass; ein entsprechendes Schweizer Projekt ist in der Planungsphase)



Nutzung von Erdwärme: fünf Gründe

Geothermie ist eine einheimische und umweltfreundliche Energiequelle. Sie erzeugt weder Luftschadstoffe noch CO2 und ist somit ein idealer Ersatz für fossile Energieträger. Geothermie ist ständig verfügbar. Sie hängt nicht von klimatischen Verhältnissen oder von der Jahres- oder Tageszeit ab. Da in menschlichen Zeiträumen unerschöpflich, wird Geothermie zu den erneuerbaren Energien gerechnet, ist also «nachhaltig»; das heisst, die Bedürfnisse der heutigen Generation können befriedigt werden, ohne dadurch die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen. Die Schweiz verfügt über gute Voraussetzungen zur Geothermienutzung. Sowohl für Ein- und Mehrfamilienhäuser als auch für grössere Überbauungen und ganze Quartiere sind praxiserprobte Lösungen vorhanden. An der Erdoberfläche sind geothermische Anlagen kaum sichtbar. Sie beanspruchen wenig Platz am Kopf des Bohrloches.



Erdwärme in der Schweiz

System Installierte thermische Leistung (MW) Thermalquellen,Tunnelwasser-Nutzung 10 Tiefe Aquifere (tiefer als 400 m, siehe Lexikon) 10,5 Erdwärmesonden 287 Total 307,5

Installierte Leistung zur Nutzung von Erdwärme in der Schweiz (Stand 1997)




Verteilung der Erdwärmesonden-Anlagen in der Schweiz (Quelle: Polydynamics, Zürich)



Geothermie im internationalen Vergleich

Rang Land Thermische Leistung (MW) Einwohner (in Millionen) Thermische Leistung pro Einwohner (W) 1 Island 1443 0,27 5344 2 Neuseeland 264 3,5 75,4 3 Ungarn 638 10,1 63,1 4 Schweiz 308 7,0 43,9 5 Mazedonien 70 2,1 33,3 6 Slowakei 100 5,3 18,9 7 Frankreich 456 57,7 7,9 8 USA 1876 260,0 7,2

Weltweiter Vergleich in der direkten (thermischen) Nutzung von Geothermie



Geothermie – Leader bei den erneuerbaren Energien

Kraftwerkstyp Installierte Leistung Produktion pro Jahr (MW) % (GWh) % Geothermie 6 456 61 37 976 86 Wind 3 517 33 4 878 11 Sonnenenergie (PV) 366 3 897 2 Gezeiten 261 3 601 1 Total 10 600 100 44 352 100

Stromproduktion aus regenerierbaren Quellen: Geothermie nimmt unter den erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung weltweit eine Spitzenstellung ein, insbesondere, was die Produktion betrifft. (Quelle: World Energy Council, 1995)

Fraunhofer-Institut legt den "Grundstein für das sonnige Jahrtausend"

(Freiburg) Am 25.06.1999 wurde der Grundstein für den Neubau des Fraunhofer-Instituts in Freiburg gelegt. Im neuen Gebäude - die Planung steht unter dem Motto "vorbildliches Bauen mit der Sonne" - werden rund 300 Institutsangehörige arbeiten. Angestrebt wird eine Kombination von effizienter Energienutzung, hoher Arbeitsplatzqualität und ansprechender Gestaltung. Die Photovoltaik-Anlage ist in das Shed-Dach eines Atriums integriert, das die ästhetischen Merkmale des Gebäudes aufzeigen soll: Nach Aussagen von Planern und Bauherr soll das neue Domizil ein offenes, funktional-elegantes und kommunikatives Gebäude werden. Zentrum der Energieversorgung ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW), dessen Abwärme zur Gebäudeheizung dient und den Fremdstrombezug weiter reduziert. Die nächtliche Lüftung und ein Luft-Erdregister sorgen für sommerlichen Temperaturkomfort am Arbeitsplatz - ganz ohne Klimaanlage.

Die Fortschritte am Bau können über zwei Videokameras "live" verfolgt werden. Die Adresse: Informationsmaterial und weitere Informationen gibt es per E-Mail: info@ise.fhg.de Quelle: Fraunhofer-Institut. 29.06.1999

http://www.solarserver.de/solarmagazin/newsarchiv99.html Untersuchungen über mikrobielle Verunreinigungen in Luftansaug-Erdregistern







Publikationen In zwölf Erdregisteranlagen wurden Untersuchungen über Konzentrationen von Mikroorganismen durchgeführt. Erfasst wurden Pilze und Bakterien in der Aussen-, Erdregister- und Zuluft. Um jahreszeiliche Einflüsse zu berücksichtigen, wurden drei Anlagen zu jeder Jahreszeit untersucht. Die Konzentration der Luftkeime lag nach Durchströmen des Erdregisters im Vergleich zur Aussenluft meist tiefer. Zwischen den EFH und den grossen Anlagen wurden grosse Unterschiede bei den Gesamtkeimzahlen wie auch bei den einzelnen Organismengruppen gefunden. EFH sind häufiger von Veränderungen in der Zusammensetzung der Mikroflora betroffen und die Abnahme im Erdregister fällt deutlich geringer aus. Gelegentlich wurden in der Erdregisterluft sogar höhere Konzentrationen als in der Aussenluft gemessen. Die nach den Erdregistern eingebauten Filter reduzieren die Keimzahlen deutlich, so dass die Zuluft in der Regel keimarm ist. Die Reduktion der Keimzahlen hängt von der Filterqualität ab.

Aufgrund der erhaltenen Resultate werden Empfehlungen aus lufthygienischer Sicht für den Bau, Betrieb und Unterhalt von Erdregisteranlagen vorgeschlagen.

http://www.empa.ch/DEUTSCH/zentren/zen/Internet-Files/Programm/Pilot_Demonstration/P+D-Projekte/Mikrobiologie%20Erdregister.htm


Neue Entwicklungen bei der Genehmigung von Erdwärmesonden Burkhard Sanner*

In die Frage der Genehmigung von erdgekoppelten Wärmepumpen ist Bewegung gekommen. Für die Bundesländer Baden-Württemberg und Brandenburg haben die jeweils zuständigen Ministerien Unterlagen erarbeitet, die Vereinheitlichung und Verfahrenssicherheit zumindest auf Landesebene zum Ziel haben. Durch das in den letzten Jahren erheblich gestiegene Interesse an erdgekoppelten Wärmepumpen, aber auch durch vermehrte Erfahrungen und durch neue Festlegungen wie die VDI-Richtlinie 4640 war eine grundsätzliche Neubesinnung sowohl erforderlich als auch möglich.

Die letzte bundesweit einheitliche Festlegung war das LAWA-Arbeitsblatt "Grundlagen zur Beurteilung des Einsatzes von Wärmepumpen aus wasserwirtschaftlicher Sicht" von 1980, mit einer Ergänzung 1983. Es geht vor allem auf die Grundwasserwärmepumpe ein; Erdwärmesonden erschienen damals gerade erst als eine mögliche Alternative. Von daher hatte das LAWA-Arbeitsblatt festgelegt, dass der Betrieb von Anlagen der oberfächennnahen Geothermie gem. § 3 Abs. 2 Nr. 2 WHG immer eine wasserrechtliche Benutzung darstellt, weil die physikalischen Eigenschaften des Grundwasser verändert werden (Abkühlung). Das WHG schreibt zwar ausdrücklich von "dauernd oder in nicht nur unerheblichem Ausmaß schädlichen Veränderungen", bei dem damaligen Wissensstand musste die potentielle Schädlichkeit jedoch einfach unterstellt werden.

Mit dem inzwischen erreichten Kenntnisstand kann die Frage der schädlichen Veränderung nunmehr sehr viel differenzierter betrachtet werden. Messungen in Versuchsanlagen in Deutschland und der Schweiz sowie die Erfahrungen aus der großen Zahl realisierter Anlagen zeigen, dass bei kleineren Anlagen die thermischen Auswirkungen vernachlässigbar sind. Die beiden neuen Veröffentlichungen driicken dies für die Verwendungen von Erdwärmesonden folgendermaßen aus:

- "Bei kleinen Anlagen, wie sie für die Beheizung eines Einfamilienhauses verwendet werden, ist diese Beschaffenheitsveränderung in der Regeljedoch so geringfügig, dass der Tatbestand der Gewässerbenutzung im Sinne des § 3 Abs. 2 Nr. 2 WHG nicht erfüllt und somit keine Erlaubnis erforderlich ist." (Merkblatt Brandenburg) - "Die Temperaturänderung des Grundwassers durch Erdwärmesonden ist jedoch regelmäßig nicht geeignet, das Gnundwasser nachteilig zu beeinflussen.... Damit liegt unter den Gesichtspunkten Wärmeentzug und venvendetes Wärmetransportmittel eine Gewässerbenutzung nach § 3 Abs.2 Nr. 2 WHG im Zusammenhang mit Erdwärmesonden nicht vor. (Leitfaden Baden-Württemberg)

Daraus folgt jedoch nicht, dass Erdwärmesonden nunmehr in den beiden Bundesländern beliebig installiert werden könnten. Um einen wirksamen Schutz der Gnundwassers sicherzustellen, sind natürlich Einschränkungen und gewisse Verfahrenswege notwendig. Einschränkungen ergeben sich durch Was serschutzgebiete, durch be stimmte als geologisch weniger geeignet bewertete Regionen (Baden-Württemberg), durch die Anlagengröße (Brandenburg) u.a. In beiden Veröffentlichungen werden daher Verfahrenswege beschrieben, die den Behörden Kenntnis über die beabsichtigten Maßnahmen geben und gegebenenfalls auch die Einleitung eines förmlichen Verfahrens mit genauerer Einzelfallpriifung, einschränkenden Auflagen oder sogar der Versagung einer Erlaubnis ermöglichen. Im Leitfaden aus Baden-Württemberg ist aber auch festgeschrieben, dass, falls überhaupt eine Erlaubnispflicht im Einzelfall besteht, ein Erlaubnisverfahren nach § 108 Abs. 3 WG (BW) nur in Ausnahmefällen in Betracht kommt, die Regel aber ein vereinfachtes Verfahren nach § 108 Abs. 4 WG (BW) ist.

Die Verfahrenswege für die wasserrechtliche Behandlung von Erdwärmesonden sind in Tab. 1 kurz dargestellt. Das Merkblatt aus Brandenburg behandelt darüber hinaus noch weitere Verfahren der oberflächennahen Geothermie, nämlich Brunnen (Grundwasserwärmepumpen) und horizontale Erdwärmekollektoren. Brunnen sind grundsätzlich erlaubnispflichtig, Erdwärmekollektoren dagegen in der Regel nicht.

Der Leitfaden aus Baden-Württemberg befasst sich nur mit Erdwärmesonden. Für die Qualität der Planung und Ausführung wird ausdrücklich auf die von der GtV initiierte VDI-Richtlinie 4640 (Entwurf) verwiesen. Es wird weiterhin im Zusammenhang mit dem vereinfachten Erlaubnisverfahren ausdrücklich darauf hingewiesen, daß im Sinne von § 6 WHG die "Förderung regenerativer Energiequellen als öffentlicher Belang zu beriicksichtigen" ist. Schließlich enthält der Leitfaden noch als Hilfe für die Bewertung der Erlaubnispfichtigkeit von Erdwärmesonden eine Karte des Landes im Maßstab 1 : 1 Mio., in der folgende Regionen unterschieden sind:


- Gebiete, die zur Anlage von Erdwärmesonden günstig sind - Gebiete, die für die Anlage von Erdwärmesonden bis zur Basis des obersten Gnundwasserleiters günstig sind - Gebiete, die für die Anlage von Erdwärmesonden ungünstig sind - Wasserschutzgebiete

Die Herausgabe des Leitfadens in Baden-Württemberg geht auf eine Aktivität der GtV zurück. Der GtV-Vorstand traf sich im Herbst 1996 mit dem Minister für Umwelt und Verkehr des Landes Baden-Württemberg, Hermann Schauffler (s. GtE 17/1996,. S. 28), und dieser sagte als eine der Hilfen für die Geothermie die Erarbeitung einer einheitlichen Genehmigungsrichtlinie für sein Land zu.

Grundsätzlich wird in beiden Texten für eine Vielzahl von Fällen keine wasserrechtliche Erlaubnispflicht mehr gesehen. Neben der Verfahrensbeschleunigung bedeutet dies für die Bauherrschaft auch, dass keine Gebühren für eine wasserrechtliche Erlaubnis anfallen (diese haben besonders in Bayern und zeitweise auch in Hessen erhebliche Beträge erreicht). Für die Behörden bedeuten Merkblatt und Leitfaden, dass bestimmte Zeiträume im Verfahrensgang einzuhalten sind, und dass die Einleitung eines wasserrechtlichen Verfahrens begründet erfolgen muss (d.h. im Regelfall kein Erlaubnisverfahren). In Baden-Württemberg kann man sich anhand der Karte auch bereits im Vorfeld ein Bild von den Einsatzmöglichkeiten von Erdwärmesonden machen. Es bleibt zu hoffen, dass in weiteren Bundesländern Festlegungen mit ähnlichem Inhalt getroffen und möglichst auch entsprechende Karten erarbeitet werden.

Verzeichnis der neuen Schriften:

Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung Brandenburg Abt. Gewässerschutz und Wasserwirtschaft "Merkblatt über wasserrechtliche Anforderungen an geothermische Anlagen" Potsdam, Januar 1998 Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg "Leitfaden zur Nutzung von Erdwärme mit Erdwärmesonden" Stuttgart, September 1998

Beispielhafte Unterlagen in der Schweiz neu bearbeitet

Eine Neuauflage hat die Karte des Kantons Bern erfahren: "Wärme aus Wasser und Boden, Übersichtskarte des Kantons Bern", Ausgabe 1998. Dabei wurde nicht nur die farbliche Gestaltung übersichtlicher gemacht, sondern auch neue Zonen für alternativen Bau von Erdwärmesonden und Erdwärmekollektoren ausgewiesen. Gleichzeitig wurde das zugehörige Merkblatt erstmals als Broschüre gebunden und wesentlich erweitert. Es handelt sich um die nunmehr 4. Ausgabe, die unter dem Titel "Anforderungen an Wärmepumpenanlagen für die Nutzung von Wärme aus Grundwasser, Oberflächenwasser, Erdwärmesonden, Erdregister" Angaben über das konkrete Vorgehen für Beantragung und Genehmigung von Anlagen der oberflächennahen Geotherrnie macht. Herausgegeben wurden Karte und Merkblatt gemeinsam durch das Wasser- und Energiewirtschaftsamt des Kantons Bern und das Amt für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft des Kantons Bern (Bezug: WEA, Reiterstr. 11, CH-3011 Bern, Schweiz).


Tabelle 1: Verfahrenswege für die Anzeige bzw. Genehmigung von Erdwärmesonden --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Brandenburg (Merkblatt Jan. 1998)

- Anzeige bei der unteren Wasserbehörde (bzw. bei der Bergbehörde) zwei Monate vor Baubeginn, falls die Erlaubnispflichtigkeit nicht von vornherein feststeht und ein entsprechender Antrag gestellt wird. - Innerhalb von 6 Wochen kann die Behörde Anordnungen treffen, das Vorhaben einschränken, befristen oder untersagen (z.B. in Trinkwasserschutzzone II), auch für ansonsten nicht erlaubnispflichtige Anlagen. - Sieht die Behörde eine Erlaubnispficht als gegeben, so wird der Anzeigende innerhalb von 6 Wochen informiert und die Anzeige als Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis gewertet. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Baden-Württemberg (Leitfaden Sept. 1998) - Anzeige der geplanten Bohrungen mit Lageplan, erwartetem Bohrprofil, Beschreibung der Bohrtechnik und der Gesamtanlage. - Die Wasserbehörde bestätigt Eingang und Vollständigkeit der Anzeige. Erfolgt innerhalb eines Monats keine weitere Außerung der Wasserbehörde, ist die Bohrung als nicht erlaubnispfichtig anzusehen. - Besteht nach Ansicht der Wasserbehörde eine Erlaubnisbedürftigkeit, so wird die Anzeige als Antrag auf Durchführung eines vereinfachten Erlaubnisverfahrens nach § 108 Abs. 4 WG (BW) gewertet und der Betreiber entsprechend informiert. Leitet die Wasserbehörde innerhalb eines Monats nach Eingang der Anzeige kein Erlaubnisverfahren nach § 108 Abs. 3 WG (BW) ein, so gilt die Erlaubnis als im vereinfachten Verfahren erteilt. - Nur in Ausnahmefällen wird ein Erlaubnisverfahren nach § 108 Abs. 3 WHG durchgeführt.

http://www.geothermie.de/gte/gte24-25/neue_entwicklungen_bei_der_geneh.htm


http://www.iha.bepr.ethz.ch/pages/forschung/Publikationen/Erdregister.htm http://www.waermepumpe.ch/fe/projekte/nth/projekt/projekt3/Projekt3_2.html http://www.waermepumpe.ch/fe/projekte/nth/projekt/projekt3/projekt3_1.html

http://www.igjzh.com/huber/wkm/wkm.htm

http://www.fws.ch/technik_wpheizen.htm

http://www.energie.ch/themen/bautechnik/domatems/



http://www.geothermal-energy.ch/dt/2_erdwsonden.htm

http://www.energiepark.at/esg/erd.htm

http://www.ibasolar.de/my_html/energ.htm

http://www.heiderei.de/Ideen/body_ideen.html

http://www.olos.ch/geothermie.htm

http://www.gbt.ch/_forum/000001f6.htm

http://www.andy-wickart.ch/energiesysteme.html

http://www.energie2000.ch/Regenerierbare/beispiele/TBspSpescha.htm

http://www.igjzh.com/huber/aktuell2/aktuell2.htm

http://www.rhone.ch/archiplan/bene/wb_artikel.htm

http://www.erdwaerme.ch/Rundgang/Berichte-Presse/art-150999.htm

http://www.schulnetz.ch/unterrichten/Agenda21/niedrigenergie/wae_main.html

http://www.minergie.ch/PLANUNG/index2_3.htm

http://www.passivehouse.com/Projekte-neu.htm

http://www.wkv.at/sektionen/tf/touris63.htm

http://www.engeo.ch/seite2.htm

http://www.grundag.ch/toc.htm

http://www.rhone.ch/archiplan/bene/warum_htm.htm

http://www.konvekta.ch/dyngs/aopt7.htm

12 Dec 2004
22:37:43
J. Klar

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